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Große Gaudi beim Gletscherkuss in Laax

Das verrückteste Schneevehikel-Rennen der Alpen-Nordseite

Wagemutige Teams stürzen sich in selbst gebastelten Megaschlitten ins Tal. Die zahlreichen Zuschauer am Streckenrand jubeln, johlen, pfeifen und jodeln, bis auch die letzten Schlitten am Stück oder in Einzelteile zerlegt im Ziel angekommen sind. Wenn am 23. April im Schweizer Skiort Laax zum 12. Mal das verrückteste Schneevehikel-Rennen der Alpennordseite startet, wird die Gaudi großgeschrieben.

Auch in diesem Jahr sind wieder die skurrilsten Gefährte auf der Piste zu erwarten. Im vergangenen Jahr fuhren beispielsweise Schlitten mit Namen wie „Die Gletschergärtner“, das „Krokodil Schnappi“, der „Gletscherbus“ und der „Goldkeller vom Bundeshaus“ um die Wette.



Der Fantasie sind beim Gletscherkuss nur wenige Grenzen gesetzt: Die Einzelteile der Schlitten dürfen maximal 1,70 m hoch, 1,80 m breit und 4 m lang sein. Die Gesamtmaße sollten 2,50 m Höhe und 6 m Länge nicht überschreiten. Bis zu 400 kg darf so ein Gefährt wiegen.

Tempo ist nicht alles. Das zeigt der spezielle Modus des Gletscherkussrennens. Denn nicht unbedingt wer am schnellsten ins Ziel kommt, gewinnt den ersten Preis. Nur zu einem Siebtel fließt die Fahrzeit in die Wertung ein. Mit jeweils zwei Siebtel sind die Originalität des Vehikels und seiner Besatzung, der geschätzte Bastelaufwand und die Beherrschung des Gefährtes wesentlich entscheidender. Punkte hierfür vergibt jeweils die Jury. Zu gewinnen gibt es insgesamt mehrere Tausend Schweizer Franken.



Übrigens: Die Sicherheit von Zuschauern und Teilnehmern spielt beim Gletscherkuss eine wichtige Rolle. Alle Vehikel werden vor dem Start inspiziert. „Falls offensichtliche Gefährdungen oder Mängel vor allem bei den Brems- und Steuermöglichkeiten erkennbar sind, wird das Vehikel nicht zugelassen“, erklärt ein Vertreter des Veranstalters. Ansonsten werde an den „gesunden Menschenverstand“ appelliert, etwa beim Thema Fahren und Alkohol.

 

   
 
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