Breiter, schneller, tiefer
Kampagne gegen wildes und gefährliches Aufmotzen: Tune it! Safe!
Das Geschäft mit dem Tuning blüht. Individuelles Styling, perfekter Sound und kraftvolle Motoren sind gefragt. Pro Jahr investieren deutsche Autofans rund 4,4 Milliarden Euro in die Individualisierung ihrer Fahrzeuge. Deutschland ist mit Abstand das Tuning-Land Nummer 1 in Europa. Doch wenn Tuning nicht professionell ausgeführt wird, kann es das Unfallrisiko deutlich erhöhen.
Wie Autos sicher getunt werden können, darüber will die Kampagne „Tune it! Safe!“ zeigen. Es geht darum, dass das Auto nach den Tuningmaßnahmen den gleichen Sicherheitsstandard aufweist wie vorher. Vor allem bei jungen Autofahrern ist Tuning besonders beliebt. Doch gerade junge Käufer machen beim Tuning gefährliche Fehler, montieren zum Beispiel zu breite Räder, färben unerlaubterweise die Rückleuchten ein oder sägen eigenhändig die Fahrwerksfedern ab, um das Fahrzeug tieferzulegen. Außerdem greifen sie aus Kostengründen und aus Unwissenheit eher zu billigeren Produkten, die allerdings keine Verkehrszulassung besitzen.
Wer sein Auto tunen lässt, muss die Änderungen von der Zulassungsstelle abnehmen und in die Fahrzeugpapiere eintragen lassen. Wer dies unterlässt, riskiert nicht nur den Verlust des Versicherungsschutzes, sondern gefährdet auch sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer. Ein Fahrzeug das ohne Zulassung im Straßenverkehr unterwegs ist, wird von der Polizei an Ort und Stelle stillgelegt. Die Kosten fürs Abschleppen, für einen Gutachter und den Rückbau des illegalen Tunings können schnell auf weit mehr als 1.000 EUR belaufen. Hinzu kommen Bußgelder von bis zu 200 EUR und bis zu 4 Punkte in Flensburg.
„Tune it! Safe!“ will niemandem vermiesen, seinen fahrbaren Untersatz optisch und technisch zu veredeln. Die Kampagne will informieren: – Was ist erlaubt? – Woran erkenne ich Produkte, die genehmigt und sicher sind? – Was kann bei fahrlässigem Tuning passieren?
Mehr Infos zum sicheren Tuning gibt es unter www.tune-it-safe.de.
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