Wenn Autos Hip-Hop tanzen
Lowrider hüpfen um die Wette
Autos sind zum Fahren da. Aber nicht alle. Lowrider können dank eingebauter Hydraulikfedern wesentlich besser hüpfen als fahren. Viele sind gar nicht für den Straßenverkehr zugelassen, andere besitzen nicht einmal einen Motor. Lowrider werden von ihrem Besitzer ferngesteuert. Sie sind Kultfahrzeuge – ein teurer Spaß mit großer Show.

Die deutsche Lowriderszene ist die größte in Europa. Rund 250 Fahrzeuge gibt es in Deutschland. Doch Lowrider sind ein teures Hobby. Ein einziger Auftritt bei einem Event belastet ein Fahrzeug so stark wie eine Fahrt von 30.000 bis 40.000 Kilometern im normalen Straßenverkehr: Achsen brechen, Räder fliegen ab, Elektromotoren schmoren durch. Aber das nehmen die Lowrider-Freaks in Kauf. Die Show ist es, die zählt: Amerikanische Straßenkreuzer hüpfen zu HipHop-Klängen und neigen sich zur Seite. Cheerleader tanzen, Bässe dröhnen. Der (Selbst-)Darstellung sind kaum Grenzen gesetzt. Auch Trabis, Pizza-Taxis und US-Polizeiautos zeigen, was sie unter der Haube haben.
Lowrider werden in 3 Kategorien eingeteilt: Dancer heißen fahrbereite Wagen bis 1.400 Kilogramm Gewicht ohne Einbauten. Diese Fahrzeuge stammen meist aus Europa. Unter „Fat Dancer“ fallen fahrbereite Lowrider mit mehr als 1.400 Kilogramm. Diese Basisfahrzeuge stammen meist aus den USA. In der Radicals-Klasse ist so gut wie alles möglich. Diese Fahrzeuge besitzen keinen eigenen Antrieb. Die Zuschauer und eine Jury bewerten die gezeigten Figuren. Abgestimmt wird per Lautstärke und SMS. Und natürlich darf die Sektdusche bei der Siegerehrung nicht fehlen.

Am 16. und 17. April finden in der Eishalle in Herne die Lowrider Masters 2005 statt. Ähnlich wie im Vorjahr, als die German Lowrider Challenge Association erstmals den ultimativen Lowrider-Event in Europa veranstaltete, werden die rund 30 besten Lowrider Europas ihre aufgemotzten Fahrzeuge präsentieren.
Mehr dazu unter www.lowrider-masters.de
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