Wie ein kleiner Schumi
Im Ferrari fahren lernen
Ein Fahrschulauto mit 400 PS und knapp 300 km/h Spitze? Gibt’s! Die Verkehrsfahrschule Gottschalk in Alzey hat beispielsweise einen feuerroten Ferrari 360 Modena F1 in ihrer Fahrzeugflotte. Preis: 137.000 E. Der Mythos Ferrari lockt viele angehende Fahrer und auch Fahrerinnen an. Denn der Traum, einmal am Steuer eines solchen Sportwagens zu sitzen, kann schon während der Fahrschulzeit in Erfüllung gehen. „Da fühlt man sich natürlich wie ein kleiner Schumacher“, berichtet Philipp Grimm (18) von seiner Fahrstunde mit dem Ferrari. „Ferrari fahren ist ein irres Gefühl“, schwärmt Alexander Mees. Besonders der „geile Sound“ hat es dem 18-jährigen Berufsfachschüler angetan. Viele Fahrschüler gönnen sich ein oder zwei Fahrstunden oder bekommen sie zum Geburtstag geschenkt. 50 E Aufschlag auf die normale Fahrstunde kostet eine Einheit mit dem roten Sportwagen. Verständlich, braucht der Flitzer doch auch satte 18 Liter Sprit pro 100 km. Neben der starken Werbewirkung für seine Fahrschule sieht Fahrlehrer Axel Gottschalk auch wichtige Lerneffekte in der Ferrarifahrstunde. Schnelle Autos seien eben keine Spielzeuge. Ihm ist es lieber, wenn junge Fahrer dies schon in einer Fahrstunde lernen. Wie in jedem Fahrschulauto hat er auch auf seiner Seite Pedale. „Ich mache ihnen klar, dass sie richtig aufpassen müssen, weil bei hohem Tempo alles viel schneller geht.“ Doch kritische Situationen hat es noch nie gegeben. „Die meisten haben gehörig Respekt vor diesem Fahrzeug“, betont er. Übrigens: Als Prüfungsfahrzeug taugt der Ferrari nicht. Er hat nur zwei Sitze, für einen Prüfer ist da einfach kein Platz.
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