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Wer Punkte in Flensburg hat, fährt gefährlicher

Eintrag in Verkehrssünderkartei: Bis zu fünffach erhöhtes Unfallrisiko

Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat untersucht, ob Fahrer, die Punkte in Flensburg haben, gefährlicher fahren als Fahrer ohne Eintrag in der Verkehrssünderkartei. Das Ergebnis: Der Eintrag im Verkehrszentralregister lässt einen klaren Rückschluss für das Verkehrsrisiko zu.

Wer also bereits mit einem Verkehrsverstoß aufgefallen ist, hat – unabhängig von Alter oder Geschlecht – im kommenden Jahr ein doppelt so hohes Unfallrisiko wie eine nicht auffällige Person. Wer mit mehr als drei Verkehrsverstößen erfasst ist, trägt im Vergleich zu einer nicht im Register eingetragenen Person ein rund fünffaches Risiko, einen Unfall zu verschulden. Personen mit Eintragungen im Verkehrszentralregister verursachen nicht nur häufiger einen Unfall, ihre Unfälle sind auch oftmals besonders schwer.

Besonders negativ fallen die jungen Männer auf, die schon einmal auffällig geworden sind. 450 von 10.000 jungen Pkw-Fahrern mit Einträgen im Verkehrszentralregister verschuldeten im Untersuchungszeitraum einen Unfall. Unter den jungen Männern ohne Punkteeintrag nur 185 von 10.000.

Diese Erkenntnisse könnten sich in Zukunft vielleicht auch auf die Versicherungsprämien auswirken. Bislang reagieren die Versicherungen erst nach Schadensfällen: Wer Unfälle verursacht, wird von seiner Versicherung schlechter eingestuft und muss für Kasko- oder Haftpflichtversicherung künftig mehr zahlen. Möglicherweise müssen künftig Fahrer mit Einträgen im Verkehrszentralregister für ihre Kfz-Versicherung tiefer in die Tasche greifen.

 

   
 
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